Wappen der 3 E

Gesellschaft zum Rebhaus
1304

 

Gesellschaft zur Hären
1384

 

Gesellschaft zum Greifen
1409

nächster Vogel Gryff
Dienstag, 20. Januar 2015

Das Neueste


Die Gassen Kleinbasels im 14. Jahrh. Teil 3

(14.04.2014) Topographie Kleinbasels im 14. Jahrh.»mehr

Die Gassen Kleinbasels im 14. Jahrh. Teil 2

(16.03..2014) Topographie Kleinbasels im 14. Jahrh.»mehr

Die Gassen Kleinbasels im 14. Jahrh. Teil 1

(25.02..2014) Topographie Kleinbasels im 14. Jahrh.»mehr

Hirten Spendenübergabe 2014

(027.01.2014)Die Hirten übergaben die Spenden...!.»mehr

Vogel Gryff 2014

(10.01.2014) Alles rund um den Vogel Gryff...!»mehr

Aufnahmen 2014

(04.01.2014) Es werden 15 neue Gesellschaftsbrüder aufgenommen.»mehr

Ausstellung im Rebhaus

(04.01.2014) Die Gesellschaften stellen aus!»mehr

Hirtensammlung 2013

(01.02.2014) Die Drei Hirten sammelten am Claraplatz!»mehr

 

 

 

  last update: 14.04.2014
  Webmaster: Erwin Hensch

Willkommen auf der Webseite der
Drei Ehrengesellschaften Kleinbasels

Geschichte der Drei Ehrengesellschaften Kleinbasels


alte Rheinbrücke

Die um 1225 erbaute erste Rheinbrücke in Basel führte zu einem raschen wirtschaftlichen Aufschwung Kleinbasels im 13. Jahrhundert. Die Bevölkerung nahm zu, und aus dem Dorf wurde eine Stadt. Grossbasler Bürger investierten in Kanalsysteme, so genannte «Teichanlagen», die von der Wiese abgeleitet wurden, um die Wasserkraft für Mühlen zu nutzen. Neues Gewerbe, wie die immer wichtiger werdende Ziegel- und Backsteinproduktion, erhielt seinen Standort ausschliesslich im Kleinbasel und lockte Einwanderer aus dem Schwarzwald und vom Hochrhein an. Im Jahre 1270 wurden die Kleinbasler erstmals als Bürger (cives) bezeichnet, fünfzehn Jahre später erteilte König Rudolf Kleinbasel die Stadtrechte, sie beinhalteten unter anderem das Privileg, einen Wochenmarkt abzuhalten. Um 1300 zählte die Stadt Kleinbasel 1000 bis 1500 Einwohner. Sie war politisch von Grossbasel getrennt und besass eigene Magistraten, eine eigene Gerichtsbarkeit und autonome Verwaltungsstrukturen. Gleichzeitig bestanden von Anfang an enge wirtschaftliche Verflechtungen zwischen den beiden Städten.
In dieser Zeit schlossen sich die Kleinbasler Bürger in den Drei Ehrengesellschaften zusammen. Anders als die Zünfte im Grossbasel orientierten sie sich nicht gewerblich, also nach Berufen, sondern waren ein Verband von Bürgern, die die Interessen Kleinbasels nach aussen vertraten und dort das öffentliche Leben organisierten und kontrollierten.
Jede Gesellschaft hatte zum Beispiel die Aufgabe, einen bestimmten Abschnitt der Alt KleinabselStadtmauer zu überwachen. Die Gesellschaft zum Rebhaus wurde erstmals im Jahre 1304 urkundlich erwähnt; über die Existenz der Gesellschaft zur Hären erfahren wir im Zusammenhang eines Kaufvertrages mit dem Kloster Klingental aus dem Jahre 1384, und 1409 erwähnt ein Bericht über die Eroberung Isteins die Gesellschaft zum Greifen erstmals als militärische Einheit.
Die wirtschaftliche Verflechtung Kleinbasels mit Grossbasel nahm im 14. Jahrhundert stetig zu. Parallel dazu sank die Autorität des Bischofs, der wegen seiner permanenten Geldknappheit nach und nach wichtige Herrschaftsrechte in Kleinbasel an den Grossbasler Rat verkaufen musste.
Trotz der politischen Vereinigung von Gross- und Kleinbasel blieben die unter den Bischöfen entstandenen autonomen Institutionen und Ämter im Kleinbasel jedoch zunächst bestehen, erst allmählich wurden die behördlichen Strukturen vereinfacht und vereinheitlicht. Die Bürger Kleinbasels konnten, sofern sie zum Vorgesetzten gewählt wurden, Ratsmitglied werden. Die Meister der Ehrengesellschaften besassen weitgehende richterliche Befugnisse. Die Gesellschaften waren für das Vormundschaftliche, den Weidgang, die kirchliche Aufsicht, Allmendangelegenheiten und die Weinlese zuständig.
Ehrentanz der 3 EIm 15. Jahrhundert begannen die Drei Ehrengesellschaften damit, einmal im Jahr, damals noch getrennt, einen Umzug durchzuführen. Ihm voraus ging ursprünglich eine militärische Musterung: Die Bürger mussten ihre Ausrüstung wie Harnisch, Hellebarde, Schwert und Helm vorzeigen. Im Laufe der Zeit fügten die Gesellschaften den Umzügen Elemente aus anderen Bräuchen, wie das Umkreisen der Brunnen und die Wassertaufe, hinzu. Die Figuren Vogel Gryff, Leu und Wild Maa werden erstmals 1597 als Ehrenzeichen der drei Gesellschaften beschrieben. Bei den Umzügen, die «Läufe» genannt wurden, führten vermutlich Ueli die Ehrenzeichen wie Tiere an Ketten durch die Strassen.