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3 E Anlass 2008

  

Nanowelten an der Universität Basel

Am Freitag, 17. Oktober 2008, abends trafen sich die Gesellschaftsbrüder der Drei Ehrengesellschaften Kleinbasels zum traditionellen Jahresanlass. Der Vorstand der Ehrengesellschaft zum Rebhaus organisierte einen sehr interessanten Vortrag über die NANO Technologie. Herr Prof. H.J. Güntherod vom „Swiss Nanoscience Institut“ der Uni Basel erklärte die Grundprinzipien der NANO Technologie. Natürlich konnte das Thema „NANO in der Natur eine Fundgrube im Alltag“, im einstündigen Vortrag nur gestreift werden. So sprach der Professor den Lotuseffekt an.

Die Blätter der Pflanze haben mikroskopische Unebenheiten, welche von Auge nicht sichtbar sind. Diese Unebenheiten können nur mit einem Rastersondenmikroskop gesehen werden. Auch mit der Hand können die Unebenheiten nicht ertastet werden. Durch diesen Zustand der Oberfläche kann Schmutz nicht auf dem Blatt der Lotuspflanze haften und perlt ab.

Die Möglichkeiten welche sich mit dem Rastersondenmikroskop öffnen gibt folgende Aussage: 1 Nanometer ist der millionste Teil eines Millimeters. Ein Atom hat einen Durchmesser von 0.3 Nanometer. Also für den Laien eine fast unvorstellbare Dimension.

Diese Nanotechnik öffnet natürlich in unsrem täglichen Leben unzählige Möglichkeiten. Zum Beispiel macht sich die Farbenindustrie diesen Nanoeffekt zunutze indem sie Nanopartikel in ihre Farben mischen.

In der heutigen Zeit treffen wir tagtäglich auf Nanotechnologie. In den heutigen Radiogeräten, TV Bildschirmen, PC’s,  etc. werden Chips verwendet. Die modernen Solarzellen basieren auch auf Nanotechnologie.

Zum Beispiel wurden früher Elektromagnetröhren in den Radios verwendet. Diese Technik ist heute veraltet. Würden die heutigen Geräte mit diesen Röhren ausgerüstet sein, so würde die ganze Erdoberfläche einen Meter hoch mit diesen Röhren bedeckt sein.

Ebenso wird die Nanotechnik im Metallsektor verwendet. Zum Beispiel ein Velorahmen welcher mit dieser Technik in Verbindung mit Aluminium hergestellt wurde, wiegt nur noch 800 Gramm.

Solarzellen werden auch mit der Nanotechnik entwickelt. Hauswände und übrige Flächen können mit einer auf Nanotechnik aufgebauten Lösung eingesprüht werden. Somit kann Schmutz oder z.B. Graffitis mühelos von Flächen entfernt werden.

Dies ist ein laienhafter Überblick über den Vortrag von Herrn Prof. Güntherod. Das Thema Nanotechnik ist dermassen vielfältig, dass es unerschöpflich ist.

Nach diesem sehr interessanten Vortrag bat uns die Ehrengesellschaft zum Rebhaus in das Rest. „zur Mägd „in der St. Johanns-Vorstadt. Wir wurden dort zu Wurstsalat, Bier und Mineralwasser eingeladen. An den einzelnen Tischen wurde rege diskutiert. Es war wiederum ein geselliger Abend im Kreise der Gesellschaftsbrüder. Diese Geselligkeit verleitete offenbar einige Gesellschaftsbrüder zu einem verlängerten „Schlummerbecher“!

An dieser Stelle sei dem Rebhausvorstand für die Organisation gedankt.

Erwin Hensch
Webmaster der Drei Ehrengesellschaften Kleinbasels