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Schon zeitig am morgen traf ich mich mit einem weiteren Häre-Brueder. Wir pilgerten ins Rest. Linde, damit wir uns noch einen der begehrten Bierdeckel vom diesjährigen Wildmaa Bogg ergattern konnten. Nachdem wir diesen leckeren Saft genossen haben, ging es weiter Richtung Rest. Holzschopf, wo wir uns die traditionellen Läberli mit Rösti gegönnt haben. Nach diesem „Bödeli“ war der nächste Halt im Kleinen Klingental beim Apéro. Ich war das erste Mal dort und war beindruckt von der anschliessenden Landung vom Wilde Maa. Wir hatten noch genügend Zeit bis zum Apéro im Merian Saal und mussten unsere trockenen Kehlen im Rest. Schoofegg nochmals kurz befeuchten. Auf einmal wurde es hektisch vor dem Café Spitz und inmitten der versammelten Gesellschaftsbrüder bin ich dann Richtung Mustermesse mit marschiert.
Das folgende Gryffemähli war ein ganz besonderes Erlebnis. Kaum im Saal, haben mir bereits liebe Gesellschaftsbrüder etwas zu Trinken besorgt und haben zum ersten Mal auf die kommende Aufnahme auf der Bühne mit mir angestossen. Es sei hier erwähnt, dass sie dies noch regelmässig wiederholt haben. Ich hoffe das Servicepersonal war nicht all zu sehr darüber enttäuscht, dass ich meine eigenen Serviceleute im Saal hatte. Schon bald wurde dann das Gryffemähli offiziell eröffnet und die ersten Speisen wurden serviert.
Bei den nachfolgenden Reden, haben mich diejenigen vom verehrten Härenmeister G.A. Schlager und vom Standortleiter der Roche, Herr Matthias Baltisberger, am meisten beeindruckt. Sie haben beide mit spitzen, scharfsinnigen und humorvollen Argumenten ihre Anliegen deutlich auf den Punkt gebracht. Auch der Beitrag von Herrn Massimo Rocchi, in welchem er die alt bekannten Klischees Basels, vom Vogel Gryff und vom Rest der Schweiz verunglimpfte, war eine Sensation und hat bei einigen Anwesenden im Saal ein paar Lachtränchen hervorgerufen.
Selbstverständlich zu erwähnen ist natürlich der Einmarsch vom Spiel. Ich hatte einen super Platz direkt in der Gasse wo sie ihre Darbietungen zum Besten gaben. Die Tänze vom Wilde Maa für den abtretenden Häremeister und der letzte Leue Tanz an einen Gryffemähli von Martin Zeier haben den einen oder anderen im Saal sicherlich ein wenig bewegt.
Die bevorstehende Aufnahme Zeremonie auf der Bühne war natürlich der Höhepunkt eines jeden neuen Gesellschaftsbruders. Wir haben alle viel gut gemeinte Ratschläge erhalten und ich und einige weitere Neulinge waren schon ein wenig nervös. Als dann der Moment kam, wo ich den ehrwürdigen Becher in meinen Händen hatte, habe ich mich nur noch an einen Ratschlag gehalten und zwar, dass am Schluss kein Tröpfchen mehr rauskommt. Aufgrund der anschliessenden Reaktion vom Häremeister und aus dem Saal, ist mir dies anscheinen auch gut gelungen. Die danach folgenden vielen Glückwünsche im Saal und am Tisch waren sehr herzlich und haben mich dann mit viel Stolz erfüllt auch dabei sein zu dürfen.
Nach dem Gryffemähli bin ich dann noch mit einigen anderen Gesellschaftsbrüder durchs Kleinbasel gezogen. Wir haben uns nochmals die Tänze angeschaut und irgendwann in der Früh bin ich dann hundemüde und glücklich zu Hause angekommen.
Marcel Reber
E. E. Gesellschaft zur Hären
Fotos: Erwin Hensch