Der Eglinbecher
Ein Juwel von 1898
Im Jahre 1898 wurde Christoph Eglin geb. 1840 gest. 1901 zum Vorgesetzten der E. Gesellschaft zum Greifen gewählt. Zur Erinnerung an diese Wahl schenkte er der Gesellschaft einen 38 cm hohen Deckelpokal dessen Körper in getriebener Arbeit das Greifenwappen und dasjenige des Stifters zeigt. Dazwischen ist das Monogramm C.E. und die Jahreszahl 1898. Über dem Nodus (Wulst am Fusse) sind vier kreuzweise angeordnete Delphine, auf dem teilweise vergoldeten Deckel zwei Basilisken mit demBaslerwappen. Zuoberst ein Fahnenträger mit der Schweizerfahne. Innen die Inschrift „E.E. Gesellschaft zum Greiffen gewidmet vom Vorgesetzten Christoph Eglin“.
Die Arbeit wurde vom Goldschmied Ulrich Sauter angefertigt. Der Becher befand sich von 1902 bis 1973 im Historischen Museum. Danach wurde er wieder von den Drei Ehrengesellschaften Kleinbasels bezogen.
Christoph Eglin hielt sich lange Zeit in Frankreich auf besonders in Paris kam er zu Ehren. Für seine Verdienste in Paris, wo er mit dem späteren Staatspräsidenten Felix Faure eine freiwillige Feuerwehr gründete, wurde er zum Ritter der Ehrenlegion ernannt.
In der Vorgesetztenstube befindet sich eine Wappenscheibe welche ebenfalls von Christoph Eglin geschenkt wurde. Die Jahrzahl 1871 auf dieser Scheibe bezieht sich vermutlich auf das Ernennungsjahr als er Ritter der Ehrenlegion wurde. Auf der Scheibe unterhalb des Wappens ist der Orden der franz. Ehrenlegion abgebildet.
Erwin Hensch
Webmaster der Drei Ehrengesellschaften Kleinbasels
Quellennachweis: Zunftarchiv BStA A13
Foto: Wappenscheibe, Erwin Hensch




