3 E Cliquenbummel 2008
Bummel mit Überraschungen
Die 3 E Clique freute sich an einem gut organisierten Bummel!
Hochgeachtete Herren Meistertrinker
Sehr verehrte Herren "Altblaukreuzabschwörer" und "Antabusverächter"
Liebe Mitzecher und "Apérosüchtige" der drei Ehrenwirtschaften äh Gesellschaften
Wie schafft Mann es sich am Samstagnachmittag möglichst unauffällig von zu hause abzumelden und dann von einem Apéro zum nächsten zu eilen? Richtig. Mann nimmt am Herbstbummel der 3 E-Clique teil. So geschehen am 6. September 2008 zu Kleinbasel. Entsprechend ist es auch erst zwei Tage danach möglich, den Bericht in halbwegs wiederhergestelltem, bzw. Dreiehrengesellschaftsfähigem Zustand zu Papier, bzw. auf den Bildschirm zu bringen. Zugegeben. Es begann harmlos. Mit ein, zwei Bierchen im Restaurant Ziegelhof. Schliesslich braucht es einen Boden, wobei dieser wohl eher als schwimmender Boden bezeichnet werden sollte. Gar mancher machte aber wohl nahtlos da weiter, wo er nachts zuvor aufgehört hatte. Zum Glück gab es eine Variation von diversen Pizzas dazu. Sehr heissen Pizzas und noch heisseren Tellern. Gar mancher, der sich sonst wohl eher den Mund verbrennt, verbrannte sich die Finger (wobei die potentiellen Grossräte samt und sonders abwesend waren). Unsere zwei Organisatoren Peter Thommen und Steffi Bachmann, begrüssten die Schar und liessen auch gleich durchblicken mittels Nichtwidersprechen, dass sie die Organisation dieses Anlasses die nächsten paar Jahrzehnte weiter übernehmen werden. Vielen Dank an dieser Stelle bereits im voraus. Nach diesem ersten Exkurs in Vereinsmethodik (wer was freiwillig macht, darf es zum Dank immer wieder machen) wurde es Zeit für die BVB (Bier Vergessen Busanschauen). Wir machten uns auf zu den Deppen, äh ins Depot (Verzeihung aber Ralph Lewin stand dort an der Haltestelle) und mussten uns anschauen, wie Tausende von Zivilisten sich in der Festbeiz verlustieren konnten, während wir uns erklären lassen mussten, welche Flüssigkeit bei welchem Stutzen jetzt in welche Gasbusöffnung gepumpt wird. Manchmal kann so ein Bummel enorm hart sein. Seien wir ehrlich. Hauptsache diese Busse fahren (ob mit Stoffsitzen oder mit Stahlbänken gäll Raymond) aber wenn ich verdurstet bin, bis der Bus kommt, dann nützt ja auch der Sitzkomfort nichts mehr. Nachdem sich die ersten Entzugsopfer wegen akutem Alkoholmangel neben die abgestellten Busse im unterirdischen Depot gelegt hatten, hatte der Werkstattchef ein Einsehen. Nach einem auferlegten Frageverbot für die ganze Gruppe (sind bald Wahlen?) ging es zielstrebig zu Tisch und Bier. Wurde ja auch höchste Apérozeit. Wer noch laufen konnte stützte den Kameraden. Dank dieses "Wiederbelebungsrettungseinsatzes" war die Gruppe wieder soweit hergestellt, dass wir den Extrabus besteigen konnten. Mit diesem ging es dann auf direktem Weg in die Langen Erle. Oder war das mit dem Bus reines Wunschdenken? Fuhren die überall hin nur nicht in die Langen Erle?
Egal. Das Wetter spielte ja zum Glück mit und liess uns im Regen stehen und gehen. Nicht so unser Förster. Der wohl einzige Basler der in Liestal arbeitet und hier seine Steuern bezahlt übrigens. Und heisst erst noch Bader. Er war aber alles andere als ein Kaspar. Eher ein "Schnitzelbaumler". Mit Helgen und grünen Versen (Singvogel mässig).
Ich bi dr Förschter do vom ganze Baselland
Ich ha mee Verstand als Baselland do mitenand.
He dasch jo glaar im Unterschied zue däne Rueche
Ha ich nid nur wie die d’Baumschuel derfe bsueche.
Dr Buechezünsler isch e ganz e glai Inseggt
Wo in dr Lange in e Huffe Baim drin steggt.
Und wenn dä Zünsler am e Holzstamm so duet fummle
Denn gseet dä Stamm denn us wie im Rolf si Drummle.
Und so ging es dann weiter bis auch der letzte wusste, warum die Lange Erle Lange Erle und nicht kurze Buche oder breite Esche heisst. Warum das Wasser erst durch Lehm und Stein sickern muss bevor es den chemischen Zusatz erhält und warum das Waldsterben gar nicht so benannt hätte werden dürfen. Aber in erster Linie ging es bei dieser Waldparty ja um den Waldapéro. Schliesslich und endlich war in der Zwischenzeit doch gut eine Stunde vergangen und das einzige Flüssige weit und breit kam ausschliesslich von oben. So gestärkt waren wir natürlich nicht mehr in der Lage, den geplanten Waldspaziergang durch die grüne Langen Erle fortzusetzen. Aber die Trams sind ja auch grün und wenn schon das mit dem Extrabus nicht geklappt hat dann wenigstens das mit dem Linientram. Schliesslich wartete im Landgasthof in Riehen ja ein Apéro auf uns. Und den wollten wir doch sicher nicht unnötig warten lassen. Was würde er denn auch denken von uns. Wusstet ihr alle, dass es vis à vis des Landgasthofes unterirdisch ein Dorfmuseum in Riehen hat? Wir jetzt schon. Allerdings nur vom Türschild her. Daran sind wir nämlich zielstrebig vorbeigegangen und auf direktem Weg, ohne über Start, in den Weinkeller gelangt. Zu unserer grossen Erleichterung wartete dort der wunderbare Apéro noch auf uns. Doch schliesslich und endlich meldete der Magen jetzt ein gewisses Ungleichgewicht von Flüssigem zu Festem. Er schrie förmlich nach Alternativnahrung zu Chips, Erdnüssen, Pizzabrötchen und Melonenschnitzen. Und er wurde erhört. Herrlich das 4-Gangmenue (obwohl die Frage offen bleibt: Wo war der Gin jetzt genau in der Suppe?). Unterbrochen nur durch die Resultatmeldungen unserer Hitzfeldboys. Dass das OK es verpasst hat, eine Grossleinwand zu organisieren, sei ihnen verziehen. Sie müssen ja für den nächsten Bummel noch Steigerungspotential haben.
So ging eine schöne und gemütliche "Apéroschnitzeljagd" zu Ende. Mit frischen Calamares notabene. Aber das ist eine andere Geschichte die hier an dieser Stelle nicht näher abgeschnitten äh angeschnitten werden soll (gäll Harry). Was bleibt ist Danke zu sagen. Danke den grosszügigen Spendern deren Gelder wohlüberlegt weggeschüttet worden sind. Danke den beiden Organisatoren, die sich mit diesem Bewerbungsausflug grosse Chancen ausrechnen können, das nächste Mal wieder berücksichtigt zu werden (obwohl die Konkurrenz natürlich gross sein wird). Danke dem Wettergott, der uns vor der Hitze verschont hat (sonst wäre der Biermangel ein wirkliches Problem geworden). Danke der BVB, die extra für uns einen Tag der offenen Tür (Verzeihung: Buserlebnistag) für die ganze Bevölkerung organisiert hat damit wir nicht alleine trinken müssen. Und danke Marco, der meine "Sugussucht" hemmungslos ausgenutzt hat um zu diesem Bericht zu kommen.
Stefan Bruderer
p.s. Ein Greifentambour der dabei war und all die Apéros mehr oder weniger erfolgreich gemeistert hat.
Text: Stefan Bruderer
Fotos: Marco Scalabrini






























