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   Fotos: Hensch Erwin

Die 3 E Sänger schauten Jahrmillionen zurück

Die Sänger der Drei Ehrengesellschaften Kleinbasels trafen sich am 24. September 2011, um 08.45 Uhr im Bahnhof SBB Basel. Es  stand uns ein interessanter Tag bevor. Konnten wir doch dem ältesten bekannten Bewohner aus dem Fricktal einen Besuch abstatten. Wir besuchten das Sauriermuseum in Frick. Jedoch ging unser Besuch um einige Jahrmillionen zurück in das „Trias“. In dieser Zeit existierten in unserer Gegend gar „grauslige“ Ungetüme.

Uns erwartete eine Führung im Sauriermuseum. Diese Führung wurde sehr kompetent und interessant von Frau Monica Rümbeli präsentiert

Vor 210 Millionen Jahren präsentierte sich das Fricktal in einer ganz anderen Art wie heute. Die heutigen Gebiete der Nordschweiz und Süddeutschland gehörten zu einem wüstenartigen Tiefland mit flachen Hügeln und weiten Senken. Es bildeten sich vorübergehende Seen, die bald wieder austrockneten. Von Zeit zu Zeit wurden die tieferen Bereiche sogar vom Meer überflutet. In dem tropisch warmen Klima jener Zeit blieben weite Strecken des Festlands pflanzenleer, so dass sich die Abtragung einfacher gestaltete. In dieser Landschaft lebten die Saurier, deren Reste in der Tongrube Gruhalde in Frick in den so genannten oberen Bunten Mergeln gefunden wurden. Die Bunten Mergel entstanden aus dem in Senken abgelagerten Lockermaterial, das von Wasser und Wind dorthin transportiert worden war.

In diesen weiten Flächen wo genügend Wasser vorhanden war wuchsen Pflanzen, besonders Schachtelhalme, die eine Höhe bis zu 6 Metern erreichten. In dieser Gegend lebten zu der genannten Zeit die Plateosaurier meistens in Herden. Bei der Nahrungssuche kamen sie zeitweise in überschwemmte und zeitweise in ausgetrocknete wüstenartige Gebiete. Fanden sie nicht genügend Nahrung und Wasser ereilte sie zwangsläufig und unweigerlich ein grausames Schicksal. Sie verhungerten und verdursteten. Die toten Körper blieben liegen und die teilweise ausgetrockneten Körper wurden beim nächsten Regen mit dem Schlamm weggeschwemmt. Und an einer tieferen Stelle abgelagert.

Über die Millionen Jahre hinweg trocknete der Schlamm aus und erhärtete sich zu einer festen Schicht. Durch enormen Druck der weiteren Ablagerungen zerbrachen die Knochen. Die Haut, die Muskeln sowie die Weichteile zersetzten sich.

Forschungen in der Tongrube bei Frick ergaben  eine Anhäufung von Saurierknochen. Die vielen Saurierüberreste die in den siebziger und achtziger Jahren gefunden wurden, machen  die Fundstelle bei Frick zu einer der wichtigsten Plateosaurier Fundstellen Europas.

Im Frühjahr 2006 wurde in der Erdschicht des späten Trias (Zeitalter) von Frick das erste Raubdinosaurier-Skelett der Schweiz von Hobbypaläontologe Michael Fischer aus Basel entdeckt. Das an der Universität Zürich untersuchte Fossil mit Mageninhalt hat im Sauriermuseum in Frick seine letzte Ruhestätte gefunden. Die letzte Mahlzeit des Raubsauriers war eine Brückenechse.

Der ca. 200 Millionen Jahre alte Raubsaurier wurde in der Tongrube Gruhalde bei Frick ausgegraben. Dieser Fund dokumentiert eindeutig, das Vorkommen Fleischfressender Dinosaurier im Erdmittelalter der Schweiz.

Nach dem Besuch im Sauriermuseum begaben wir uns wiederum zum Bahnhof Frick und bestiegen das Postauto. Unsere Fahrt ging bis nach Elfingen/ AG. Direkt bei der Bushaltestelle steht das Restaurant Sternen. Bei unserer Ankunft stand bereits der Apéro vor dem Restaurant bereit. Bei schönem sonnigem Herbstwetter genossen wir den von Toni Lämmle gespendeten Apéro. Anschliessend begaben wir uns zum Mittagessen im Restaurant Sternen. Das Mittagessen bestand aus einer klaren Fleischbrühe mit Einlage, einem Salat und nachfolgend Gemüse Poulet, Schweinebraten und Pommes Frites  sowie Nudeln. Das Mittagessen rundeten heisse Himbeeren mit Vanilleglacé und Rahm ab. Der Nachmittag ging allzu schnell bei Gesang und fröhlichem Zusammensein vorbei. Am frühen Abend ging die Fahrt wieder über Frick nach Basel, wo noch einige Sänger sich zu einem Abschiedstrunk  zusammensetzten.

An dieser Stelle sei unserem Obmann und Organisator des Bummels, Kurt Stirnimann ein recht herzliches  „Danggerscheen“ ausgesprochen. Es gibt keine Diskussion wir freuen uns auf den nächsten Chorbummel, welcher natürlich wieder von Kurt organisiert werden sollte. Besten Dank zum Voraus!

Erwin Hensch
Sänger im 2. Bass