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   Fotos: Urs Weiss

S’glai Häremähli 2011

Allein die Vorstellung, welche einem die Lichtbilder von Gesellschaftsbruder Roland Burri suggerierten, liessen zu, dass männiglich zu frösteln begann. Ein Segeltörn in polaren Gewässern ist nichts für Warmduscher und Sitzpinkler. In angemessenem zeitlichem Rahmen und knappen Erläuterungen zu Fauna, Flora, Witterung und sehr eindrücklichen Tag/Nacht Erlebnissen entführte der Referent uns Übrige in eine zwar überwältigend schöne aber lebensfeindliche und unwirtliche Weltgegend.
Dass schon zu Anfang des letzten Jahrhunderts berühmte Geologen, Glaziologen und Abenteurer mit einfacher Ausrüstung ausgestattet versuchten, dem eisigen Wasser und dem kargen Boden in der Nähe des Pols Geheimnisse zu entlocken, steigerte des Schreibers Lust keineswegs, sich für einen Ausflug nach Spitzbergen zu begeistern.
Spannend und sehr interessant war es aber allemal, die Begeisterung, die Roland beim Betrachten der Bilder übermannte, herauszuhören. Offenbar gelang es ihm, wenigstens in Gedanken, die eindrückliche Reise zu wiederholen. Immer wieder flocht er ein, dass bei einem Landgang die Wahrscheinlichkeit von einem Eisbären gefressen zu werden, relativ hoch sei und eine schussbereite Flinte mit Vorteil zum ständigen Begleiter erklärt werde.
Nach einem gemütlichen Apéro in der „Gasthalle“ des Gare du Nord und dem ausgiebigem Genuss, der vom Altvorgesetzten Peter Schneider offerierten Sunnereedli, liess Stubenknecht Füeg im Meriansaal unseres Stammhauses ein vorzügliches Mal servieren.
Substanziell war die Rede des Meisters. Nebst formvollendetem Gruss und notwendigem Kalendarium geisselte er, untermauert mit ein paar erschreckenden Zahlenvergleichen, wie weit verbreitetes Abzockertum und haltlose Bereicherung immer häufiger ungestraft, als Kavaliersdelikte deklariert, die Weltwirtschaft an den Rand eines Kollapses führen.
Satt und zufrieden entschieden nicht wenige Teilnehmer, noch ein wenig sitzen zu bleiben und Freundschaft und Zusammengehörigkeit zu pflegen. Die Stimmung war eindeutig: „Das war einmal mehr ein wunderschönes Kleines Mähli“. Mit bestem Dank an den Vorgesetzten Rolf Jeger, er zeichnete als Verantwortlicher für die Organisation.

Der Härenschreiber
Urs Weiss