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   Fotos:Erwin Hensch

Mein erster Vogel Gryff

Mein erster Vogel Gryff als Gesellschaftsbruder begann mit dem traditionellen Apéro des aktuellen Hären-Meisters René Thoma. Wie in jedem Jahr fanden sich eine grosse Anzahl Gäste um 10.00 Uhr im Waisenhaus beim Wettsteinplatz ein. Bevor man auf dem Balkon die Rheinfahrt des „Wild Maa“ geniessen durfte, hielt René Thoma eine, auch in diesem Jahr eindrückliche Ansprache. Anschliessend machte ich mich, zusammen mit einem Freund, welcher in diesem Jahr ebenfalls aufgenommen wurde, auf den Weg zum Meriansaal. Dort trafen wir bereits auf einen grossen Teil der Gesellschaftsbrüder. Man unterhielt sich und stiess auf diesen unvergesslichen Tag, der erst gerade seinen Anfang genommen hatte, an. Kurz vor 12 Uhr marschierten wir, angeführt von der 3E-Clique Richtung Messeplatz ins Kongresszentrum. Dort, genauer gesagt im Saal San Francisco, fand zum ersten Mal überhaupt das Gryffemähli statt. Zusammen mit den anderen neuen Gesellschaftsbrüdern nahmen wir am "Aufnahmetisch" Platz. An unserem Tisch spürte man einerseits die Freude, andererseits aber auch die leichte Anspannung über die kommende Aufnahme. Bevor jedoch unser Auftritt kam, standen neben dem hervorragenden Essen noch viele Punkte auf dem Programm. Der wohl wichtigste und bedeutendste Teil war die erste Rede von René Thoma als vorsitzender Meister der Drei Ehrengesellschaften Kleinbasels. Für mich persönlich, wie auch für viele andere Gesellschaftsbrüder war die Rede über die Jugend einer der Höhepunkte an diesem Tag. Nicht nur die Aktualität sondern auch die Auseinandersetzung mit diesem wichtigen Thema machte die Rede zu etwas ganz besonderem. Ein weiterer unvergesslicher Moment bleibt der Auftritt des Spiels im Saal. Die Aura, welche der Vogel Gryff, der Wild Maa und der Leu verbreiteten, ist unbeschreiblich. Neben den beiden Gastreden von Nationalrat Otto Ineichen und Frau Salomé Hofer, Präs. Einwohnerrat Riehen, waren auch die Auftritte des 3E-Chors sowie der 3E-Clique etwas ganz spezielles. Besonders der Auftritt des Kinderchors war ein weiterer toller Moment.
Gegen 17.15 Uhr folgte dann unser ganz persönlicher Höhepunkt. Alle neuen Gesellschaftsbrüder trafen sich im Foyer und stellten sich hinter dem jeweiligen Bannerträger auf. Zusammen marschierten wir dann durch den Saal auf die Bühne. Als erster wurde ich aufgerufen und vor den Bannerträger der E. Ges. zur Hären gebeten. Nachdem auch der erste Gesellschaftsbruder der E. Ges. zum  Greifen und der E. Ges. zum Rebhaus nach vorne getreten waren, durften wir unter dem Trommelwirbel aus dem Gesellschaftsbecher trinken. Nachdem alle neuen Gesellschaftsbrüder nun offiziell aufgenommen waren, hatte ich die Ehre, die Aufnahme zu verdanken. Die Momente auf der Bühne werde ich nie mehr vergessen.
Endlich konnten wir mit vielen anderen Gesellschaftsbrüdern auf unsere Aufnahme anstossen! Das Gryffemähli ging nun, nachdem die Anspannung abgefallen war, viel zu schnell zu Ende. Zusammen mit einigen „Härenbrüdern“ sassen wir noch einige Zeit an unserem Tisch und genossen die vielen Eindrücke des vergangenen Tages. Wenig später verliessen wir den Saal und gingen ins Rest. „zum Alten Warteck“, wo wir mit Freunden und Bekannten auf den Vogel Gryff anstiessen. Gegen 21.30 Uhr ging es dann los in Richtung Merian Saal. Auch dort konnten wir nochmals mit vielen Gesellschaftsbrüdern und Bekannten den Tag Revue passieren lassen, bevor dann um 23.00 Uhr der wohl bewegendste Moment des ganzen Tages folgte. Der Schlusstanz ist jedes Jahr etwas ganz spezielles, doch wenn man nun als Teil der 3 Ehrengesellschaften diesen Moment erlebt, so ist es noch viel schöner. Der Schlusstanz war der offizielle Abschluss eines ganz besonderen Tages in meinem Leben. Ich werde mich stets daran zurückerinnern und viele schöne Momente in meinem Gedächtnis behalten.
Nach Mittenacht verliessen wir den Meriansaal und liessen den Tag in verschiedenen Kleinbasler Lokalen ausklingen.

Daniel Haas
E.E. Gesellschaft zur Hären